Pride Marketing: Dieses Umsatzpotential verpasst deine Firma

Pride Marketing? Was soll das sein? Junge Generationen verlangen von Unternehmen weitaus mehr als gute Produkte und professionelle Social Media Accounts. Die 20er-Jahre werden mehr denn je mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ spielen – und die Akteure dieser Zeit ihn aktiv einfordern.

Dieser Artikel dreht sich jedoch nicht um die Nachhaltigkeit im Sinne der Umwelt, sondern um das soziale Gesicht eines Unternehmens. Im Idealfall fragst du dich gerade, wie du dein Unternehmen gesellschaftspolitisch positionieren kannst oder möchtest für junge Arbeitnehmer*Innen attraktiver werden. Hier hilft eine konkrete Maßnahme: Pride Marketing.

Infografik: Die CSD-Hochburgen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Queere Themen rücken immer weiter in den Vordergrund und die LGBTIQ*-Community verschafft sich Gehör in der Mitte der Gesellschaft. Durch die vom Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ im Jahr 2017 war die Integration queerer Menschen in den Alltag kaum zu bremsen. Teilnehmerzahlen der CSDs in Deutschland belegen dies eindrucksvoll.

Pride Marketing nach innen und außen

Die 20er-Jahre stehen also unter dem Stern einer veränderten, einer bunteren Gesellschaft. Findet sich das bereits in deinen Marketing- und HR-Maßnahmen wider?

Schon 2009 hat eine österreichische Studie ergeben, dass homosexuelle Männer höhere Gehälter und damit einen höheren Konsum aufweisen. 43 Prozent der homosexuellen Männer geben im Jahr mehr als 2.000 Euro für Kleidung aus. Nur 23,5 Prozent der heterosexuellen Männer geben ähnlich viel Geld für Kleidung. Insgesamt ist die Begeisterung für Mode, Lifestyle und Tourismus unter homosexuellen Männern überdurchschnittlich hoch. Wer in seiner Zielgruppenbestimmung die queere Community außen vor lässt, der vernachlässigt enorme Potentiale.

Auch im Bereich HR warten viele queere Talente darauf angesprochen zu werden. Laut einer Studie der Boston Consulting Group haben 85% der LGBTIQ-Talente angegeben, ihre Identität am Arbeitsplatz mitteilen zu wollen. Nur 37 Prozent haben es aber tatsächlich getan.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut DIW hat außerdem herausgefunden, dass Schwule, Lesben und Bisexuelle ein höheres Bildungsniveau aufweisen. 47 Prozent der drei Gruppen haben Abitur oder Fachabitur. Heterosexuelle Menschen kommen auf einen Wert von 36 Prozent. 78 Prozent der LGB sind angestellt, also weniger als Arbeiter*Innen oder Beamt*Innen unterwegs. Bei heterosexuellen Menschen sind nur rund 61 Prozent angestellt.

Wie hole ich das Potential ab?

Schon oft ist das Stichwort Pride Marketing gefallen. Pride Marketing ist eine spezielle Form des Marketings, bei der man einem Unternehmen ein queer-freundliches Gesicht verleiht. Doch Vorsicht: Schnell sieht man sich dem Vorwurf des Pinkwashings ausgesetzt, also einer unehrlichen und unaufrichtigen Marketingstrategie, die Sand in die Augen streut. Dabei wird dem Unternehmen vorgeworfen, nur Kapital aus der Angelegenheit zu schlagen. Es gibt daher ein paar Punkte, die unbedingt beachtet werden müssen!

Bildung einer Diversity Group: Der Kern des Pride Marketing

In deinen Mitarbeiter*Innen steckt mehr Lust zum Engagement als du vermutest. Der erste richtige und glaubwürdige Schritt zu echtem queeren Marketing ist, die eigenen Leute abzuholen und ihnen die Möglichkeit der Bildung einer Diversity Gruppe zu geben. Engagement während und in der Arbeitszeit stärkt Zusammenhalt sowie Loyalität zum Unternehmen.

N26 ist eines der guten Beispiele für gelungenes Pride Marketing

Eine Divesity Group kümmert sich zum Beispiel um firmeninterne queere Events, hält Kontakt zu Vereinen und Verbänden, spricht mit dem Betriebsrat über gemeinsame Aktionen, plant Spendenkampagnen oder fördert die bunte Kultur innerhalb der eigenen Reihen. Manche Unternehmen ermöglichen auch die Teilnahme mit einem eigenen Truck auf einem der CSDs in Deutschland.

Landingpage: Passe deine Produkte und Services an

Für die Community ist vor allem die Pride-Saison, welche im Juni startet und sich bis August zieht, ein Highlight im Jahr. Queere Menschen reisen durch Europa und unterstützen sich gegenseitig beim Demonstrieren für mehr Rechte, Gleichheit und Akzeptanz. Warum nutzt du diese Chance nicht und bietest besondere Produkte oder Services zur Pride-Saison an?

Das britische Marktforschungsinstitut LGBT Capital schätzt die Kaufkraft der queeren Community auf europaweit 950 Milliarden Euro. Für Deutschland schätzte das Institut die Kaufkraft auf 151 Milliarden Euro. Levi’s, H&M und andere Marken nutzen das Potential bereits für sich. Immer mehr Unternehmen kreieren spezielle Services und Produkte für die Pride-Saison und etablieren sich damit als wahre Szenegröße.

Teilnahme am CSD

Ob Fahrradkolonne, Autokorso oder LKW-Truck: Unternehmen wie PayPal, Google, Amazon und N26 sind mit Fahrzeugen dabei, die ihre Unternehmensphilosophie am besten repräsentieren. Auch kleinere Unternehmen und Start-ups kreieren eigene Kampagnen, die sie über die Veranstaltung fahren lassen. Für queere Menschen gibt die Teilnahme von Firmen an CSDs ein freundliches und weltoffenes Gesicht und birgt die Chance, intern wie extern für Vertrauen zu werben sowie neue Mitarbeiter*Innen und Käuferschichten zu finden und zu erschließen.

Wir waren mit unserer eigenen Getränkemarke dopemate auf dem CSD Berlin und Mannheim 2019 unterwegs und haben etliche tolle Momente erleben dürfen. Unsere Kampagne wurde von ca. 1.5 Millionen Menschen vor Ort und im Web wahrgenommen. Einen solchen TKP (Tausend-Kontakt-Preis) erreicht man mit keiner anderen Werbeform.

Wir können dir bei deinem Pride Marketing helfen und mit dir zusammen eine Kampagne kreieren, die online wie offline die Menschen mitreißt. Die Organisation von CSD-Teilnahmen, das Bilden von Diversity Groups und die Entwicklung des allumfassenden Rahmens verschlingen Zeit und Ressourcen. Wir verstehen, wenn du diese nicht aufbringen magst, um dich weiter auf dein Kerngeschäft zu konzentrieren. Bei uns findest du einen All-in-One Service für deinen Pride-Auftritt.

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